Tag-Archiv für 'in-eigener-sache'

Handlebar le freischrauber* edition

Die Freischraubies werden 8 Jahre alt, haben dieses Jahr aber keine Lust/Zeit eine Party zu machen.
Kein Grund auf Limo, Bier, Limbo, Bananen und schrammelige Musik zu verzichten.

Also schleppt eure Freundinnen und Freunde und die WG und den Kneipenkompatiblen Teil eurer Familie mit und bewegt eure irdischen Hüllen zu diesem Event.

Samstag, der 12. August um 20:00 Uhr in der Friesenstraße 124.

Ja, Ihr könnt einfach so vorbei kommen!

Immer wieder müssen wir E-Mails und Social Media Anfragen beantworten ob unsere Öffnungszeiten noch stimmen, ob es uns noch gibt, ob man bei uns Fahrräder reparieren kann und ob man einfach so vorbei kommen kann.

Wir sind eine Fahrrad Selbsthilfe Werkstatt mit Öffnungszeiten und Leute fragen immer wieder ob Sie zu uns kommen und Ihr Fahrrad reparieren können.

muppets asking what?

JA! Kommt einfach mit eurem Fahrrad vorbei! Die Öffnungszeiten auf der Webseite sind zu 99,9999% aktuell.

Man kann einfach so vorbei kommen.
Mit einem Fahrrad.
Und das kann man bei uns reparieren.
Genauer noch: Es gibt gar keine Alternative!
Es gibt keine Anmeldung, Reservierung oder Ähnliches.
Und ja, was sollte man bei uns anderes machen als sein Fahrrad zu reparieren?

Okay, da gäbe es schon noch einiges. Aber das ist unsere Haupt Aktivität.
Warum fragen also Leute ob Sie zu uns kommen können um Ihr Fahrrad zu reparieren? Nein, ernsthaft. Das ist eine ernst gemeinte Frage. Warum fragen Menschen das?
Wie können wir das besser kommunizieren? Wie können wir vermitteln dass wir eine Fahrrad Selbsthilfewerkstatt sind zu der man kommen kann um sein Fahrrad zu reparieren?

Für Lösungsvorschläge wären wir sehr dankbar.

Wir suchen neue Schrauber*Innen

Wir suchen neue Schrauber*Innen

Ihr müsst nicht im Regen, mit verbundenen Augen und einer Hand auf dem Rücken eine 3-Gang-Nabe auseinander bauen und wieder zusammensetzen können, oder in der Lage sein, Marke und Baujahr eines Rennrad-Rahmens an seiner Geometrie zu erkennen. Die Gruppe besteht aus Menschen mit sehr verschiedenen Wissensständen und Fähigkeiten und nicht wenige haben bei Null angefangen. Das Know-How kommt mit der Zeit (und der Nerd-Krams leider auch), wir lernen von- und miteinander und geben erlerntes an Dritte weiter, also keine Angst, »Kann ich nicht« ist kein Ausschlusskriterium.

Viel wichtiger ist uns, dass ihr Lust habt zu helfen und zu lernen, einfach nette, umgängliche Menschen seid und dass ihr das D.I.Y-Prinzip der Werkstatt und die unkommerzielle Ausrichtung des Projekts unterstützt. Wir versuchen die Werkstatt zu einem Ort zu machen, der allen Menschen offen steht, weshalb rassistische, sexistische und sonstige diskriminierende Haltungen und Verhaltensweisen ein »No-Go« sein sollten.
Uns ist klar, dass dies eher eine Wunschformulierung ist, als eine akkurate Zustandsbeschreibung, aber wir versuchen uns als Gruppe, wie auch persönlich für diese Probleme zu sensibilisieren und eigenes wie auch Fremdverhalten zu reflektieren und verlangen dies auch von Menschen, die neu zu uns stossen.

Wenn das alles für euch Sinn macht, seid ihr herzlich Willkommen!
Wenn Ihr Lust habt zu helfen und euch einzubringen kommt einfach rum und stellt euch vor!

Ach so: SUV-Fahrer*innen sind, wie immer, von der Teilnahme ausgeschlossen.

Noch mehr Regeln?

Neue Regeln? Nur noch 10 Leute auf dem Hof, nur noch 4 Räder zum aufbauen gleichzeitig und eine Kette vor dem Tor?

a smoking, cycling dog going fishing after showing a sign that prohibits all of that

Dazu gab es einiges an Unverständnis und teilweise sehr heftige Kritik.
Deswegen wollen wir uns kurz erklären:

Über mehr als ein halbes Jahr standen meist schon zu Beginn der Öffnungszeit bis zu 50 Leute vor dem Tor. Der Großteil dieser Leute brauchte intensive 1 zu 1 Betreuung und viel Aufmerksamkeit.

So vielen Menschen können wir nicht gleichzeitig helfen und allen erklären wie unsere Werkstatt und das Werkzeug funktioniert.
Und wenn 50 Leute gleichzeitig anfangen Räder aufzubauen und alle intensive Hilfe bei diesen Rädern brauchen, wird keines der Räder richtig fertig.
Zur nächsten Schicht wollen 50 Leute also weiter an Rädern schrauben, weitere 50 wollen ein Rad neu anfangen und 10 bis 20 haben akuten Reparaturbedarf.

Das ist keine pessimistische Theorie. Das war bei uns über mehrere Monate alltägliche Realität.

Und niemandem wird dabei wirklich geholfen, niemand lernt etwas dabei und es bleibt nur jede Menge Stress, jede Menge enttäuschte Erwartungen, eine Werkstatt die aussieht wie gesprengt und jede Menge durch Fehlbenutzung zerstörtes Werkzeug.

So stellen wir uns Selbsthilfe auch nicht vor.
Also brauchten wie einiges an Veränderung und somit leider auch Begrenzung und Reglementierung.

Dabei darf auch nicht vergessen werden, dass neben dem Platz im Hof auch unsere persönlichen Energie Reserven nicht endlos sind.
Wir machen das hier alles in unserer Freizeit, unentgeltlich, selbst organisiert, selbst verwaltet und aus eigener Motivation heraus.

Und wir sind nicht nur zwei mal die Woche für vier Stunden da und geben gute bis blöde Ratschläge.

Außerhalb der Öffnungszeiten gibt es hier jede Menge Arbeit. Von Ausschlachten der Schrotträder für Teile über Werkzeug Bestellungen und Organisation von Soli Parties die diese finanzieren bis hin zum Bestreben diesen Raum möglichst Diskriminierungsfrei zu halten, uns selbst zu hinterfragen und über Kritik und Probleme zu reden.

Wir wissen warum man Regeln kritisch sehen sollte und warum man Ausgrenzung kritisch sehen sollte.

Wer also konstruktive Ideen hat, wie das alles bedeutend besser gehen könnte, kann uns gerne ansprechen.
Außerhalb der Öffnungszeiten.
Möglichst ohne Vorverurteilungen und Anfeindungen.
Schriftlich, digital oder persönlich.

Danke für’s lesen,
die freischrauber* Fahrrad Selbsthilfe Werkstatt

Donnerstag 16:30 vor der Bürgerschaft!

Support your local ALLES und geht alle Morgen (Do, 27. Aug.) um 16:30 Uhr zum Marktplatz vor der Bürgerschaft und … ertragt die ätzende Elektromucke weil darum geht es nicht.
Es geht um alles und viel mehr.
Bringt Trillerpfeifen mit, zieht euch Tier Onesies an, schreit rum und seid laut und super und hüpft rum.
Das ist wichtig.
Andere Sachen sind auch wichtig, aber das ist auch WICHTIG!
GEHT DA HIN!
Wenn auf einmal nur noch im Touristen Pay-TV-Sportsbar-Café an der Schlachte zwischen 16:00 und 11:30 was los ist wo die Fanta 5 Euro kostet und drei mal pro Stunde Helene Fischer läuft ist es zu spät.
GEHT DA HIN!
Danke!
http://sub-ort-bremen.de/

Sommerpause! URLAUB!

Wir sind aktuell hart unterbesetzt, überfordert und überrannt.
Teilweise stehen am Mittwoch und am Donnerstag 50 Leute vor dem Tor die ein Fahrrad wollen während im Hinterhof nur noch Schrott steht und nur zwei Freischrauber_Innen zum helfen dort sind.
Die permanente Überarbeitung führt dazu das alles außerhalb der Öffnungszeiten liegen bleibt.
Simples Flicken nachbestellen wird zur Mammut Aufgabe.

Wir müssen Aussortieren, Umbauen, Kraft Reserven überdenken, Abläufe neu erfinden, Werkzeuge durchsortieren, neue Werkzeuge bestellen, Schrott schrauben und Teile einsortieren, Teile aussortieren, tausend Dinge besprechen und dann „fs* Wants you to volunteer“ Poster entwerfen und drucken damit wir wieder mehr Leute werden.

Und ganz ehrlich: Wir brauchen auch einfach mal Urlaub.
Die meisten von uns haben Vollzeit Jobs, andere Projekte und ein Leben außerhalb der Werkstatt.
Wir sind kein Service Dienstleister.
Und selbst die machen mal Pause.

Also kurz gefasst: Im September haben wir geschlossen.
Auch kein „Ich will nur kurz meinen Reifen flicken“ oder ähnliches.
Komplett dicht.
Und im Oktober machen wir dann eine hoffentlich gut sortierte neue Werkstatt mit neuen Abläufen, Regeln, Werkzeugen und Fahrrad Leichen auf.

пле́нум aka. el pleno aka. Plenum aka. GOTT

Am Mi den 26. November haben wir ab 18 Uhr geschlossen weil wir mal wieder über Dinge reden müssen und Entscheidungen treffen müssen und weil wir einfach gerne total lange im Kreis sitzen und witzige Handzeichen machen.

Post Party Dankeschön!

post party cats

Das hat uns gefallen.
Danke an alle!

freischrauber*Innen spenden an Anonym

In unregelmäßigen Abständen spenden die freischrauber*Innen hohe Summen oder Wertgegenstände an Anonym.
Nicht JedeR nimmt gerne Almosen an, deswegen spenden wir nicht direkt an Projekte oder Personen.

Das läuft so daß diese anonymen Leute einfach in unsere Werkstatt kommen, während oder außerhalb der Öffnungszeiten und sich bedienen.
Das sind sorgfältig zusammengeschraubte Räder in denen viel Liebe und diverse Arbeitsstunden stecken,Werkzeuge die vielen in der Werkstatt helfen würden, wichtige und teure Spezialwerkzeuge, MP3 Player mit schwer wiederzubeschaffender Musik und persönlichen Daten drauf oder wie schon erwähnt auch einfach Geldbeträge.

Und am Mittwoch haben wir an Anonym ca. 100€ in Form von Kleingeld und Scheinen gespendet.
Und obendrauf gab es noch ein paar für unsere Buchhaltung ohnehin irrelevante Quittungen.

Wir möchten hiermit der Person alles gute wünschen.
Geld macht nicht glücklich, aber wir hoffen daß Sie dennoch etwas damit anzufangen wissen.

Wenn nicht: Wir empfehlen einen neuen Konusschlüssel Satz und jeweils eine große Packung Schrauben und Sicherheits Muttern in den Größen M4 , M5 und M6.
Dafür hätten wir das Geld vermutlich rausgehauen.

Arschlöcher gibt es überall

Dass mal jemand einen Schraubenschlüssel einsteckt, verpeilt den zurückzubringen oder jemand nicht dran denkt, ein kleines filigranes Werkzeug zurückzulegen, was dann beim Hof fegen verschwindet – das ist schade, aber noch nachvollziehbar.
Wenn aber 100€ aus der Tasche geklaut werden, MP3 Player verschwinden, an einem Nachmittag 8 Kurbelabzieher verloren gehen, oder ein 40cm langer 32er Schlüssel von der Spezialwerkzeugwand abhandenkommt, dann ist das nicht mehr nachvollziehbar.
Dann ist das arg Scheiße und nicht weiter tolerierbar.

Kürzlich sind uns dann auch noch außerhalb der Öffnungszeiten 160€ aus dem Tresor gestohlen worden. Geld, mit dem wir WD40, Kettenöl, Bremsbacken, Bremszüge, Bowdenzüge und Werkzeuge gekauft hätten. Kurz, wir brauchen eher mehr Spenden und nicht weniger!

Unser Ziel liegt irgendwo zwischen „Mehr Räder auf die Straße“, Non-Profit und „Weg von der Wegwerfgesellschaft“. Unsere Mittel sind eure Spenden und unsere unbezahlte Arbeitskraft. Sicher haben wir auch unseren Spaß und albern rum, doch die meiste Zeit sind wir tatsächlich am Arbeiten. Vor allem auch außerhalb der Öffnungszeiten. Da räumen wir auf, bauen brauchbare Teile von gespendeten Schrotträdern ab, sortieren gespendete Teile ein und packen liegengebliebenes Werkzeug zurück.

Der Dank äußert sich doch recht unterschiedlich. Viele Menschen sind begeistert, würdigen unsere Leistung und gehen respektvoll mit dem Geschaffenen und der Werkstatt um. Dennoch erreichen uns auch Vorwürfe und schlechte Laune von Leuten mit irreparablen Problemen am Rad.
Es fehlt der einen oder anderen Besucher* auch schon mal ausreichend Verständnis dafür, warum manche Reparaturen etwas mehr Zeit brauchen. Leute, die in jedem Fahrradladen gesagt bekommen, das Fahrrad ist die Reparatur nicht mehr wert, sind bei uns nicht verkehrt. Es hilft allerdings keinem weiter, sich bei uns aufzuregen, dass wir eine Stunde brauchen, die Hinterradnabe zu reparieren und dabei nicht immer geduldig genug erklären wie das geht. Alles braucht seine Zeit, denn auch wir wissen nicht immer ohne auszuprobieren, wie das jeweilige Problem zu beheben ist. Unser Wissen wächst auch durch die Fahrradprobleme, mit denen ihr vorbei kommt, und dass Stück für Stück …

Aus unterschiedlichen Gründen werden wir in nächster Zeit einige Dinge in der Werkstatt verändern. Einerseits wollen wir den Ablauf und die Ordnung während der Öffnungszeiten verbessern, um damit für euch mehr Orientierungshilfen zu gestalten. Andererseits kommen wir nicht drumherum, es den manchen Leuten schwer zu machen und den Werkzeugschwund zu minimieren. Das passiert nicht, weil wir böse, elitär, ausschließend und vorverurteilend sind, sondern, weil wir keinen Bock mehr haben, uns beklauen zu lassen.
Wir halten es in keinster Weise angebracht, wenn Leute respektlos mit etwas umgehen, dass es nur gibt, weil wir so viel Zeit, Arbeit und „Liebe“ da reinstecken. Als erste Verbesserung planen wir gerade z.B. Werkzeugkisten zusammenzustellen, die das Standardwerkzeug enthalten. Alle wertvollen und speziellen Werkzeuge wird es „nur noch“ auf Anfrage geben. Die wird dann auch eine genaue Einweisung in die richtige Nutzung mit sich bringen. Eine Taschenkontrolle wird es freilich nicht geben, sondern einen Aufruf: „Bitte nehmt den Freischraubern* nichts mehr weg!“

Einige verschriftlichte Regeln werden für alle Besucher*innen lesbar aufgehängt und euch wie auch uns in Zukunft die Selbsthilfe erleichtern …




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