Tag-Archiv für 'regeln'

Welche Regeln eigentlich?

Aus gegebenem Anlass noch mal die neuen Regeln:

  • Nicht mehr als 10 Gäste mit Rad zugleich auf dem Hof.
  • Nicht mehr als 4 Räder die gleichzeitig aufgebaut werden. (Also Räder aus dem Hinterhof Bestand der freischrauber*, nicht solche die Gäste mitbringen)

Wenn es also zu voll ist (mehr als 10 Räder), lassen wir dich nicht wie bisher trotzdem dein Rad noch da hin stellen wo kein Platz mehr ist sondern bitten dich vor dem Tor zu warten bis wieder jemand geht.

Wenn bereits 4 Leute versuchen ein Rad bei uns aufzubauen, stecken wir unsere Arbeit/Hilfe da rein dass diese Räder fertig werden.
Dies erscheint uns sinnvoller als immer mehr Projekte anzufangen bei denen wir so wenig helfen können dass die Leute die die Projekte gestartet haben oftmals aufgeben.
So versuchen wir unter anderem zu verhindern dass angefangene Projekte im Hinterhof vergammeln.

Und nach wie vor gilt: Wir behalten uns vor diese Regeln zu biegen und zu brechen.

Liebe Grüße, die freischrauber*Innen

Noch mehr Regeln?

Neue Regeln? Nur noch 10 Leute auf dem Hof, nur noch 4 Räder zum aufbauen gleichzeitig und eine Kette vor dem Tor?

a smoking, cycling dog going fishing after showing a sign that prohibits all of that

Dazu gab es einiges an Unverständnis und teilweise sehr heftige Kritik.
Deswegen wollen wir uns kurz erklären:

Über mehr als ein halbes Jahr standen meist schon zu Beginn der Öffnungszeit bis zu 50 Leute vor dem Tor. Der Großteil dieser Leute brauchte intensive 1 zu 1 Betreuung und viel Aufmerksamkeit.

So vielen Menschen können wir nicht gleichzeitig helfen und allen erklären wie unsere Werkstatt und das Werkzeug funktioniert.
Und wenn 50 Leute gleichzeitig anfangen Räder aufzubauen und alle intensive Hilfe bei diesen Rädern brauchen, wird keines der Räder richtig fertig.
Zur nächsten Schicht wollen 50 Leute also weiter an Rädern schrauben, weitere 50 wollen ein Rad neu anfangen und 10 bis 20 haben akuten Reparaturbedarf.

Das ist keine pessimistische Theorie. Das war bei uns über mehrere Monate alltägliche Realität.

Und niemandem wird dabei wirklich geholfen, niemand lernt etwas dabei und es bleibt nur jede Menge Stress, jede Menge enttäuschte Erwartungen, eine Werkstatt die aussieht wie gesprengt und jede Menge durch Fehlbenutzung zerstörtes Werkzeug.

So stellen wir uns Selbsthilfe auch nicht vor.
Also brauchten wie einiges an Veränderung und somit leider auch Begrenzung und Reglementierung.

Dabei darf auch nicht vergessen werden, dass neben dem Platz im Hof auch unsere persönlichen Energie Reserven nicht endlos sind.
Wir machen das hier alles in unserer Freizeit, unentgeltlich, selbst organisiert, selbst verwaltet und aus eigener Motivation heraus.

Und wir sind nicht nur zwei mal die Woche für vier Stunden da und geben gute bis blöde Ratschläge.

Außerhalb der Öffnungszeiten gibt es hier jede Menge Arbeit. Von Ausschlachten der Schrotträder für Teile über Werkzeug Bestellungen und Organisation von Soli Parties die diese finanzieren bis hin zum Bestreben diesen Raum möglichst Diskriminierungsfrei zu halten, uns selbst zu hinterfragen und über Kritik und Probleme zu reden.

Wir wissen warum man Regeln kritisch sehen sollte und warum man Ausgrenzung kritisch sehen sollte.

Wer also konstruktive Ideen hat, wie das alles bedeutend besser gehen könnte, kann uns gerne ansprechen.
Außerhalb der Öffnungszeiten.
Möglichst ohne Vorverurteilungen und Anfeindungen.
Schriftlich, digital oder persönlich.

Danke für’s lesen,
die freischrauber* Fahrrad Selbsthilfe Werkstatt




Stoppt die Vorratsdatenspeicherung! Jetzt klicken & handeln!Willst du auch bei der Aktion teilnehmen? Hier findest du alle relevanten Infos und Materialien: