Tag-Archiv für 'veränderungen'

Sommerpause! URLAUB!

Wir sind aktuell hart unterbesetzt, überfordert und überrannt.
Teilweise stehen am Mittwoch und am Donnerstag 50 Leute vor dem Tor die ein Fahrrad wollen während im Hinterhof nur noch Schrott steht und nur zwei Freischrauber_Innen zum helfen dort sind.
Die permanente Überarbeitung führt dazu das alles außerhalb der Öffnungszeiten liegen bleibt.
Simples Flicken nachbestellen wird zur Mammut Aufgabe.

Wir müssen Aussortieren, Umbauen, Kraft Reserven überdenken, Abläufe neu erfinden, Werkzeuge durchsortieren, neue Werkzeuge bestellen, Schrott schrauben und Teile einsortieren, Teile aussortieren, tausend Dinge besprechen und dann „fs* Wants you to volunteer“ Poster entwerfen und drucken damit wir wieder mehr Leute werden.

Und ganz ehrlich: Wir brauchen auch einfach mal Urlaub.
Die meisten von uns haben Vollzeit Jobs, andere Projekte und ein Leben außerhalb der Werkstatt.
Wir sind kein Service Dienstleister.
Und selbst die machen mal Pause.

Also kurz gefasst: Im September haben wir geschlossen.
Auch kein „Ich will nur kurz meinen Reifen flicken“ oder ähnliches.
Komplett dicht.
Und im Oktober machen wir dann eine hoffentlich gut sortierte neue Werkstatt mit neuen Abläufen, Regeln, Werkzeugen und Fahrrad Leichen auf.

пле́нум aka. el pleno aka. Plenum aka. GOTT

Am Mi den 26. November haben wir ab 18 Uhr geschlossen weil wir mal wieder über Dinge reden müssen und Entscheidungen treffen müssen und weil wir einfach gerne total lange im Kreis sitzen und witzige Handzeichen machen.

Am Mittwoch wegen Plenum ab 20:00 Uhr geschlossen

Wir sprechen dann doch mal darüber warum wir noch keine Werkzeugkisten für den Innenhof haben, was eigentlich aus der Idee mit dem Neuzugänge Tutorial geworden ist, Wo die Schildgruppe grad Urlaub macht und wer eigentlich diese Neuzugänge sind und und und …

Deswegen ist Morgen am Mittwoch den 26. Mrz schon um Punkt 20:00 Uhr Schluss mit Rumschrauben und Abschrauben und Dranschrauben. Da unsere Plena leider relativ unregelmässig sind bitten wir um Verständnis wenn wir das mit 20:00 Uhr mal ernster nehmen als sonst so manches.

freischrauber*Innen spenden an Anonym

In unregelmäßigen Abständen spenden die freischrauber*Innen hohe Summen oder Wertgegenstände an Anonym.
Nicht JedeR nimmt gerne Almosen an, deswegen spenden wir nicht direkt an Projekte oder Personen.

Das läuft so daß diese anonymen Leute einfach in unsere Werkstatt kommen, während oder außerhalb der Öffnungszeiten und sich bedienen.
Das sind sorgfältig zusammengeschraubte Räder in denen viel Liebe und diverse Arbeitsstunden stecken,Werkzeuge die vielen in der Werkstatt helfen würden, wichtige und teure Spezialwerkzeuge, MP3 Player mit schwer wiederzubeschaffender Musik und persönlichen Daten drauf oder wie schon erwähnt auch einfach Geldbeträge.

Und am Mittwoch haben wir an Anonym ca. 100€ in Form von Kleingeld und Scheinen gespendet.
Und obendrauf gab es noch ein paar für unsere Buchhaltung ohnehin irrelevante Quittungen.

Wir möchten hiermit der Person alles gute wünschen.
Geld macht nicht glücklich, aber wir hoffen daß Sie dennoch etwas damit anzufangen wissen.

Wenn nicht: Wir empfehlen einen neuen Konusschlüssel Satz und jeweils eine große Packung Schrauben und Sicherheits Muttern in den Größen M4 , M5 und M6.
Dafür hätten wir das Geld vermutlich rausgehauen.

Arschlöcher gibt es überall

Dass mal jemand einen Schraubenschlüssel einsteckt, verpeilt den zurückzubringen oder jemand nicht dran denkt, ein kleines filigranes Werkzeug zurückzulegen, was dann beim Hof fegen verschwindet – das ist schade, aber noch nachvollziehbar.
Wenn aber 100€ aus der Tasche geklaut werden, MP3 Player verschwinden, an einem Nachmittag 8 Kurbelabzieher verloren gehen, oder ein 40cm langer 32er Schlüssel von der Spezialwerkzeugwand abhandenkommt, dann ist das nicht mehr nachvollziehbar.
Dann ist das arg Scheiße und nicht weiter tolerierbar.

Kürzlich sind uns dann auch noch außerhalb der Öffnungszeiten 160€ aus dem Tresor gestohlen worden. Geld, mit dem wir WD40, Kettenöl, Bremsbacken, Bremszüge, Bowdenzüge und Werkzeuge gekauft hätten. Kurz, wir brauchen eher mehr Spenden und nicht weniger!

Unser Ziel liegt irgendwo zwischen „Mehr Räder auf die Straße“, Non-Profit und „Weg von der Wegwerfgesellschaft“. Unsere Mittel sind eure Spenden und unsere unbezahlte Arbeitskraft. Sicher haben wir auch unseren Spaß und albern rum, doch die meiste Zeit sind wir tatsächlich am Arbeiten. Vor allem auch außerhalb der Öffnungszeiten. Da räumen wir auf, bauen brauchbare Teile von gespendeten Schrotträdern ab, sortieren gespendete Teile ein und packen liegengebliebenes Werkzeug zurück.

Der Dank äußert sich doch recht unterschiedlich. Viele Menschen sind begeistert, würdigen unsere Leistung und gehen respektvoll mit dem Geschaffenen und der Werkstatt um. Dennoch erreichen uns auch Vorwürfe und schlechte Laune von Leuten mit irreparablen Problemen am Rad.
Es fehlt der einen oder anderen Besucher* auch schon mal ausreichend Verständnis dafür, warum manche Reparaturen etwas mehr Zeit brauchen. Leute, die in jedem Fahrradladen gesagt bekommen, das Fahrrad ist die Reparatur nicht mehr wert, sind bei uns nicht verkehrt. Es hilft allerdings keinem weiter, sich bei uns aufzuregen, dass wir eine Stunde brauchen, die Hinterradnabe zu reparieren und dabei nicht immer geduldig genug erklären wie das geht. Alles braucht seine Zeit, denn auch wir wissen nicht immer ohne auszuprobieren, wie das jeweilige Problem zu beheben ist. Unser Wissen wächst auch durch die Fahrradprobleme, mit denen ihr vorbei kommt, und dass Stück für Stück …

Aus unterschiedlichen Gründen werden wir in nächster Zeit einige Dinge in der Werkstatt verändern. Einerseits wollen wir den Ablauf und die Ordnung während der Öffnungszeiten verbessern, um damit für euch mehr Orientierungshilfen zu gestalten. Andererseits kommen wir nicht drumherum, es den manchen Leuten schwer zu machen und den Werkzeugschwund zu minimieren. Das passiert nicht, weil wir böse, elitär, ausschließend und vorverurteilend sind, sondern, weil wir keinen Bock mehr haben, uns beklauen zu lassen.
Wir halten es in keinster Weise angebracht, wenn Leute respektlos mit etwas umgehen, dass es nur gibt, weil wir so viel Zeit, Arbeit und „Liebe“ da reinstecken. Als erste Verbesserung planen wir gerade z.B. Werkzeugkisten zusammenzustellen, die das Standardwerkzeug enthalten. Alle wertvollen und speziellen Werkzeuge wird es „nur noch“ auf Anfrage geben. Die wird dann auch eine genaue Einweisung in die richtige Nutzung mit sich bringen. Eine Taschenkontrolle wird es freilich nicht geben, sondern einen Aufruf: „Bitte nehmt den Freischraubern* nichts mehr weg!“

Einige verschriftlichte Regeln werden für alle Besucher*innen lesbar aufgehängt und euch wie auch uns in Zukunft die Selbsthilfe erleichtern …




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